Aromatasehemmer bei Brustkrebs: Vorteile gegenüber Tamoxifen im Frühstadium

Zudem habe es in der Gruppe, die den Aromatasehemmer bekam, nur einen Fall von Endometrium-Krebs gegenüber sechs Fällen in der Tamoxifen-Gruppe gegeben. Fach- und berufsgruppenübergreifende Vernetzung spielt in der modernen Medizin eine immer größer werdende Rolle. Ab sofort finden Sie daher sämtliche Inhalte unseres „kleinen“ Spezial-Portals für Allgemeinmedizin allgemeineplus.at auf unserem „großen“ Portal universimed.com.

  • Die Hemmung durch Aromatase sorgt dafür, dass die Östrogenkonzentration zurückgeht und der Körper einen höheren Testosteronspiegel beibehält.
  • Abemaciclib ist nur für Frauen mit einem HER2-negativen Brustkrebs zugelassen.
  • Unsere Inhalte dienen daher nicht der eigenmächtigen Diagnosestellung sowie Behandlung.
  • Aromatasehemmer sind Medikamente zur Senkung der körpereigenen Produktion von Östrogenen in Organen und Geweben außer in den Eierstöcken.
  • Hierbei könnten Aromatasehemmer unter Umständen die bessere Wahl darstellen, da sie im Grunde genommen die Aufrechterhaltung höherer Testosteronspiegel ermöglichen.
  • Die zurzeit vorliegenden durchgeführten Studien sind bezüglich der aromatasehemmenden und anabolen Eigenschaften von Ursolic Acid recht vielversprechend, doch es ist noch zu früh für eine konkrete Dosierungsempfehlung.

Eine Inhibition der peripheren Estrogensynthese in der Prämenopause kann zu einer ovariellen Überstimulation durch Gegenregulation der Gonadotropin-Achse führen. Demzufolge ist der Einsatz von Aromatasehemmern bei prämenopausalen Frauen ohne ovarielle Suppression kontraindiziert. Aromatase-Inhibitoren hemmen das Enzym Aromatase (CYP19) und dadurch die endogene Estrogenbiosynthese primär in peripheren Geweben einschließlich dem Mammakarzinomgewebe.

Nebenwirkungen von Aromatasehemmern

Die Wahl der Therapie hängt im Wesentlichen von den Vortherapien ab (Tabelle 3). Seit der Veröffentlichung der Daten aus zwei Phase-III-Studien (TEXT und SOFT) können auch Aromatasehemmer in der Prämenopause eingesetzt werden, allerdings nur in Kombination mit ovarieller Suppression. Die beiden Studien untersuchten die Relevanz einer ovariellen Suppression mit AI versus Tamoxifen. Die Therapie mit Exemestan senkte das Rückfallrisiko signifikant besser als die Behandlung mit Tamoxifen, ein Einfluss auf das Gesamtüberleben konnte jedoch nicht gezeigt werden (4). Diese Option wird aufgrund des Nebenwirkungsspektrums aktuell zurückhaltend empfohlen. Die endokrine Therapie ist ein fester Bestandteil der adjuvanten Behandlung des hormonrezeptorpositiven, nichtmetastasierten Mammakarzinoms.

  • Aromatase-Inhibitoren hemmen das Enzym Aromatase (CYP19) und dadurch die endogene Estrogenbiosynthese primär in peripheren Geweben einschließlich dem Mammakarzinomgewebe.
  • Die adjuvante endokrine Therapie befindet sich momentan im Wandel.
  • Des Weiteren darf Letrozol nicht in der Schwangerschaft und Stillzeit eingesetzt werden.

Hier ist die Chance einer vollkommenen Tumor-Eradikation am größten. Da unter Exemestan-Therapie keine resistenten Aromatasemoleküle entstehen, könnten hohe Heilungsraten erwartet werden. In einer aktuellen Studie wird untersucht, ob das krankheitsfreie Überleben und https://www.jkuat.ac.ke/centres/cus/?p=2135 das Gesamtüberleben verlängert werden kann, wenn eine initiale Tamoxifen-Behandlung nach zwei bis drei Jahren auf Exemestan umgestellt wird. Auch die präoperative Behandlung des Tumors im Frühstadium könnte ein wichtiges Indikationsgebiet für Exemestan werden.

Abemaciclib (Verzenios) und Aromatasehemmer bei fortgeschrittenem Brustkrebs

Östradiol im Brustdrüsengewebe ist eine Abspaltung von Sulfat aus Östron-Sulfat durch eine im Gewebe exprimierte Sulfatase. Bei kurzem therapiefreien Intervall empfiehlt die AGO eine Erstlinientherapie mit dem steroidalen Aromatasehemmer Exemestan in Kombination mit mTOR-Inhibitor Everolimus. In der BOLERO2-Studie konnte, verglichen mit einer Exemestan-Monotherapie, das progressionsfreie Überleben durch diese Kombination signifikant verbessert werden (9). Das Nebenwirkungsspektrum von Everolimus umfasst Mukositis, Infektionen, gestörte Glukosetoleranz, Blutbildveränderungen und Pneumonitis.

  • Wenn Patientinnen eine antihormonelle Therapie zusätzlich zur adjuvanten Chemotherapie nehmen, beginnt die Antihormontherapie nach Abschluss der Chemotherapie.
  • Es konnte früher bereits gezeigt werden, dass diese Verbindung bei akuten Entzündungen helfen kann, doch die Wissenschaft hat erst vor kurzem damit begonnen, CAPE auf seine Antikrebswirkungen hin zu untersuchen.
  • Die langfristige antihormonelle Therapie wird heute bei Frauen jenseits der Wechseljahre und mit einem Hormonrezeptor-positiven Krebs regelmäßig eingesetzt.
  • IQWiG-Gesundheitsinformationen sollen helfen, Vor- und Nachteile wichtiger Behandlungsmöglichkeiten und Angebote der Gesundheitsversorgung zu verstehen.
  • Dabei war der Aromatasehemmer Anastrozol in Studien effektiver als das bisherige Standardmedikament Tamoxifen.

Eine Kontraindikation liegt bei Überempfindlichkeit gegen den jeweiligen Wirkstoff der Gruppe oder andere Bestandteile des Arzneimittels vor. Nichtsteroidale Aromatase-Inhibitoren hemmen die Aromatase kompetitiv und reversibel, während steroidale Aromatase-Inhibitoren das Enzym irreversibel inhibieren. Die endogenen Estrogene Estron und Estradiol werden durch das Enzym Aromatase (CYP19) aus den Androgenen Androstendion und Testosteron synthetisiert. In prämenopausalen Frauen findet diese Reaktion hauptsächlich in den Eierstöcken statt, bei schwangeren Frauen in der Plazenta und bei postmenopausalen Frauen im peripheren Gewebe. Estrogene spielen eine essenzielle Rolle für Differenzierungs- und Proliferationsprozesse im weiblichen Reproduktionstrakt und Brustdrüsengewebe.

Durch die Blockade des Enzyms entzieht man den Tumorzellen sozusagen auch noch diese geringen Mengen an Estrogen, wodurch ihr Wachstum gehemmt wird. Eine ausreichende Verminderung der Estradiolproduktion bewirken Aromatasehemmer allerdings nur in den peripheren Geweben, nicht in den Eierstöcken. Daher sind sie nur für Frauen geeignet, die sich bereits in der Postmenopause befinden. Es gab Hinweise auf eine höhere Rate von Lebendgeburten mit Letrozol im Vergleich zu einem laparoskopischen Drilling der Eierstöcke (eine Studie, sehr niedrige Vertrauenswürdigkeit der Evidenz). Das Ergebnis hinsichtlich der Rate von klinischen Schwangerschaften (per Ultraschall bestätigte Schwangerschaften) war ungewiss. Wir sind uns nicht sicher, ob Letrozol im Vergleich zur einem laparoskopischen Drilling der Eierstöcke die Rate von Fehlgeburten und Mehrlingsschwangerschaften verringert.

Die Medikamente blockieren die Aktivität des Enzyms Aromatase, das der Körper zur Herstellung von Östrogen in den Eierstöcken und anderen Geweben benötigt. Durch die Blockierung der Aromatase wird die vom Körper produzierte Östrogenmenge gesenkt, was das Wachstum von Krebszellen stoppen kann, die zum Wachstum Östrogen brauchen. Die Studie ergab, dass Medikamente zur Gewichtsreduktion bei Brustkrebsüberlebenden, die mit Aromatasehemmern behandelt werden, weniger wirksam sind als bei Frauen ohne Brustkrebs in der Vorgeschichte, die keine Aromatasehemmer erhalten. Durch diese Naturstoffe und ihre Hemmung der Aromatase ist es möglich geworden, eine positive Unterstützung der Therapie bei Mamma- und Prostatakarzinomen, aber auch bei vielen anderen hormonabhängigen Erkrankungen zu erreichen. Ein Vorteil beim Gebrauch von Pflanzenextrakten anstelle von Medikamenten zur Steigerung von Testosteron ist, dass Pflanzenextrakte zusätzliche Vorteile für die Gesundheit bieten. Chrysin zum Beispiel ist ein hervorragendes Antioxidans, das durch die Hemmung der Enzyme 5-Lipoxygenase und Cyclooxygenase auch eine entzündungshemmende Wirkung zeigt.

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Nach zwei bis drei Tagen ist der Plasma-Östrogenspiegel um über 90% reduziert. Insgesamt lag die Rezidivrate der Frauen in der Aromatasehemmer-Gruppe auf zehn Jahre gerechnet um 21 % niedriger als für die Frauen der Tamoxifen-Gruppe. Der Rezidivkategorie wurden lokoregionäre Rückfälle, Fernmetastasen und kontralaterale Mammakarzinome zugeordnet. Der Hauptnutzen stellte sich dabei in den Jahren 0 bis 4 der adjuvanten Therapie ein.

Weiterführende Informationen:

Die Wirkstoffe, die heute erhältlich sind, gehören alle zur dritten Generation. Frühere Wirkstoffe wie Aminoglutethimid und Formestan sind in der Schweiz nicht oder nicht mehr registriert. Aromatasehemmer sind in Form von Filmtabletten und Dragees im Handel. Als erster Wirkstoff der dritten Generation wurde in der Schweiz im Jahr 1996 Anastrozol zugelassen (Arimidex®, USA 1995). Weiterhin wird bei high-risk-Patientinnen nach einer fünfjährigen Switch-Therapie zu einer Fortführung der endokrinen Behandlung geraten, wobei die Gesamtdauer der AI-Therapie fünf Jahre nicht überschreiten sollte (6, 7). Bei postmenopausalen Frauen stehen Aromataseinhibitoren und Tamoxifen als adjuvante Behandlungsoptionen zur Verfügung.